(c) mo & bittersweet

Standart

Von vorne
Das Buch
Festgehalten
Die anderen

Etwas

Sur la fille.
Zugetextet.
Erstrebenswert
et puis?
Ich bin schon oft an diesem Punkt gewesen. An dem Punkt wo ich denke; Hey, ist doch alles ganz ok... läuft ja fast wie geplant... und dann, dann kommt alles wieder. Aber dieses Mal will ich nicht wieder einen Schritt zurück machen. Ich fühle mich zur Zeit wirklich, wirklich gut.

Ich meine das mit dem Essen ist natürlich so ne Sache. Ich merke das, wenn ich wirklich genug gegessen habe, bin ich total hyperaktiv. Sonst war ich eher in nem Schlafzustand. Aber ich muss mich dazu zwingen. Wenn ich nicht drauf achte, ess ich automatisch wenig. Aber es läuft.

Und das Wichtigste ist, dass ich mich seit Ewigkeiten wieder selbst erkenn. Ich merk es, wie ich wieder mit anderen rumalber, einfach Leute ansprech und nicht erst ewig darüber nachdenk, ob sie es überhaupt wollen.
Ich will mich sozusagen wieder aktiv am Leben beteiligen. Und das wirklich seit laaaaangem.

Ich glaube, dass ein Grund dafür ist, dass ich nicht mehr dauernd darüber grüble, ob das mit Malik und mir nochmal was wird. Dass ich mir nicht die ganze Nacht den Kopf zerbrech, wie ICH das retten soll. Mir nicht ständig einred, dass ich schuld daran bin.
Er gibt sich keine Mühe mit mir und deshalb ist es auch sein Problem, wenn es so weiter geht.
Ich lass das jetzt laufen und wenn es klappt, dann freu ich mich, aber wenn nicht, auch okay.
Denn ich habe mir ernsthafte Gedanken über mich und das was ich will gemacht.
Ich merke immer wieder, dass seine Ansichten und meine total auseinander gehen. In elemtaren Sachen schon und er manchmal (vielleicht auch gar nicht so bewusst) einfach Dinge ablässt, wo ich ihm wirklich eine klatschen könnte. Und ich will nicht eine sein, die so naiv ist, dass sie denkt er könnte sich ändern. Darauf will ich nicht warten...
Ich will einfach frei sein. So wie ich bin und das tun, ohne mich jedes mla dafür rechtfertigen zu müssen.
Wenn Ich lust hab eine zu rauchen, dann mach ich das, ohne dass er hinterher sagt "wirst du cool?!".

Und genauso soll das mit dem Essen sein. Ich meine ja, meine Essstörung hat jahrelang zu mir gehört und wird es vielleicht auch immer. Aber ich will mich einfach nicht mehr hinter jeder Kalorie verstecken und rechtfertigen müssen.

Ich hab auch einfach keine Lust mehr das alles zu bereuen. Jedes mal wenn ich mich mit Malik gestritten habe, hab ich mich entschuldigt, auch wenns oft nicht mal meine Schuld war... Und jedes mal hab ich mich schlecht gefühlt, wenn ich ein Stück schokolade gegessen hab, weil ich es eigentlich wollte.
Ich tue das meiste doch, weil ich es will, wieso soll ich mich dann entschuldigen?

Ich will damit eigentlich nur sagen, dass ich endlich weiß, was ich will.
21.10.10 23:50


Ich steck wirklich mitten in einer Identitätskrise.
Ich heule, nur weil Malik meinte ich sei verklemmt. Ich sei nicht offen. Ich bin offen, bzw. ich war ein sehr offener Mensch. Ich weiß nicht wieso, aber es verletzt mich so sehr.

Ich weiß nicht, ob man der Mensch sein kann der man will. Das beste was man sein kann. Ich hab keine hohen Ansprüche an mich selbst. Ich weiß eigentlich wer ich bin und was ich kann, das dachte ich zumindest. Und ich wusste es wirklich. Es gab eine Zeit, da war ich wirklich selbstüberzeugt und hatte alles vor Augen. Ich war jemand, den ich selbst auch gerne haben würde.
Doch jetzt. Ich bin ein unsicheres kleines etwas, dass zu allem ja und amen sagt. Nur nicht anecken. Sich dauernd verstecken, sich daheim verkiechen. Mich hinter dem blöden Essen verstecken. Meine Probleme als Entschuldigung nehmen.
Es macht mich selbst derart wütend, dass ich grade so festentschloss und vorallem überzeugt davon bin, dass ich es kann. Das beste zu sein.
Doch ich weiß genau, morgen wache ich wieder auf (falls ich mal wieder schlafen kann) und alles ist wie immer. Es ist so schwer aus seiner Rolle rauszukommen.
So zu sein, wie ich mich fühle.

Eigentlich weiß ich, dass ich mich nicht zu Tode hungern muss, um gut zu sein. Ich weiß, wo meine Stärken liegen und wo meine Schwächen.
Es ist nur so viel einfacher. Und ich wünschte einfach, ich wäre stark genug. Oder mir könnte jemand helfen. Mir einfach nur jeden Tag sagen, dass ich es kann. Ich will nicht mal perfekt sein, nur das sein, wovon ich weiß, dass ich es doch eigentlich kann.
Zu wissen wer ich bin. Ich will mich nicht mehr verstecken.
Ich will mich nicht mehr verteidigen mit lahmen Ausreden.

Das ist wohl DIE Selbsterkenntnis der letzten Monate.
Ich hab das Gefühl ich brauche einen Neuanfang. Muss mich endlich davon wegreißen. nicht den ganzen Weg nochmal gehen, weil er schon gepflastert ist, sondern mir neue Wege erkämpfen. Ja jetzt werd ich wohl etwas theatralisch.
Ich muss es mir einfach selbst beweisen, aber wenn mir niemand sagt, dass es besser wird, hab ich keine Fortschritte.

Ich bin einfach ständig verwirrt, stelle mir dauernd Fragen. Denke 1000 mal über Dinge nach, statt sie einfach zu tun.

Ich frage mich oft, wie man so wird. Ich meine ich weiß doch wie ich früher so spontan war, so selbstsicher, so... voller LEBENSFREUNDE. Die ist mir irgendwie abhanden gekommen.

Ich weiß, blöder Eintrag. Aber ich bin so wütend, kann mich bei niemandem ausheulen und iwie muss ich das einfach festhalten, damit ich nicht wieder aufgebe.
Diesmal will ich es wirklich. Um meinetwillen.
12.10.10 00:31


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